Heer2

Die Größe von Heeren im Mittelalter wird oft überschätzt. Selbst bei monumentalen Schlachten wie bei Crecy waren es selten mehr als zehn bis zwanzigtausend Soldaten, die sich auf dem Feld gegenüberstanden. 

Beim Thronstreit zwischen Margrete I. von Dänemark und Albrecht III. von Mecklenburg um den Schwedischen Thron, kämpften in der entscheidenden Schlacht bei Falköping 1388 auf jeder Seite nicht mehr als zweitausend Kämpfer. Viele Davon waren keine Ritter, sondern Fußvolk.

Solche Schlachten konnten von hundert oder zweihundert Rittern entschieden werden. Dabei muss man bedenken, dass ein Ritter heute einem modernen Leopard-Panzer entsprechen würde. Hundert Ritter hatten also eine große Schlagkraft und konnten ein zehnfaches an Fußvolk mit geringen Verlusten besiegen. Mit dem Aufkommen von Feuerwaffen und der Änderung der Kriegsführung, wie z.B. der massenhafte Einsatz von Bogenschützen, verloren die Ritter ihre militärische Bedeutung.

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