Daumentechnik 300x200Die Ritter der Kreuzfahrerstaaten sahen sich Scharen von reitenden Bogenschützen gegenüber. In der Schlacht  an den Hörnern von Hattin, bei der das Heer der Kreuzfahrer vernichtend geschlagen wurde,  waren die Bogenschützen von Saladin entscheidend.

Sie waren schnell, wendig und vor allem treffsicher. Das lag daran, dass sie eine andere Grifftechnik verwendeten, als die Kreuzfahrer. Mit der so genannten "Daumentechnik", die für uns sehr ungewöhnlich, ja sogar falsch aussieht: 

Bei der Daumentechnik wird der Pfeil im Unterschied zur mediterranen Technik, an der rechten Bogenseite angelegt, und, wie der Name schon sagt, wird die Sehen mit dem Daumen gespannt. Der Pfeil erhält eine stabile Fixierung, da mit dem Zeigefinger der Zughand ein leichter Druck auf den Pfeilschaft ausgeübt wird und dieser an der rechten Bogenseite gehalten wird.

Bei der Mediterranen Technik wird die Sehne mit Zeigefinger, Mittelfinger und Ringfinger gespannt. Der Zeigefinger liegt über dem Ende Pfeils, also über der "Nock", die in die Sehne greift. 

Der Pfeil ist zwar etwas langsamer,  ca. 172 km/h, je nach Pfeil, Bogen und Können , (mediterraner Griff: ca. 187 km/h) aber dafür deutlch treffsicherer. Die Schussfrequenz ist höher, denn der Pfeil kann deutlich schneller eingelegt werden.

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