Figurenentwicklung

Ziel und Motiv

Figuren bringen eine Geschichte erst ins Laufen, sie bringen sie voran. Was uns  Leserinnen und Leser interessiert, was uns mit einer Figur verbindet, uns im besten Falle mitfühlen lässt, ist das Schicksal der Figuren: Wer sind sie, was tun sie, wie verhalten sie sich.

Dabei gibt es einen Zentralen Punkt: Das Ziel der Figur, manche nennen es auch das Motiv. Also das, was uns antreibt, damit wir etwas tun - oder auch nicht. Wenn mein Ziel ist, ein besonders gutes Abitur zu machen, werde ich brav in die Schule gehen und lernen. Ist es aber mein Ziel, als Musiker durch die Lande zuziehen, dann ist die Schule nur im Weg, und ich werde nicht hingehen.

Da erste, was ich mir  also für meine Hauptfiguren überlege, ist das grundlegene Ziel. Im Folgenden spreche ich nur noch vom Ziel, denn Motiv wird z.B. im Krimi etwas anders definiert.

Ich beginne immer mit meinem Protagonisten. Denn um ihn oder sie wird sich alles drehen. Je nach Genre kann dieses Ziel sehr unterschiedlich, dramaturgisch jedoch gleichwertig sein. Entscheidend ist nicht, ob die Welt gerettet werden muss oder es darum geht, ein Fussbalsppiel zu gewinnen. Es geht um die Fallhöhe: Was steht für meinen Prota auf dem Spiel? wird er sein Zeil erreichen? Denn nur darum geht es. WIRD MEIN PROTA SEIN ZIEL ERREICHEN? Und was passiert mit ihm auf dem Weg dahin. Was muss er dafür tun. Wie muss er sich entwickeln.

Was muss er erringen? Eine Waffe? Eine Eigenschaft? Freunde? Die Möglichkeiten sind schier unendlich, und deshalb gibt es auch unendlich viele mögliche Geschichten.

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